Clusterbohne


Teilweise hydrolysiertes Guarkernmehl aus Cyamopsis tetragonoloba

Beweislage: Stark

PHGG aus der Clusterbohne ist Eine FODMAP-freie Ballaststoffart. Wir verwenden sie als eine unserer Hauptfasern in All-in-One Gut Essentials, da sie die guten Darmbakterien zuverlässig nährt und gleichzeitig Blähungen minimiert.

Es handelt sich um einen hochfermentierbaren, kurzkettigen Galactomannan-Faserstoff, der sich durch seine hohe Löslichkeit auszeichnet. Da es sich um einen kurzkettigen, nicht verdaulichen, fermentierbaren Ballaststoff handelt, fermentiert er im Dickdarm schneller und früher als Akaziengummi. Dies fördert die Vermehrung von Bifidobakterien und die Synthese kurzkettiger Fettsäuren, insbesondere Butyrat und Acetat. Trotz der relativ schnellen Fermentation kommt es nicht zu einer raschen oder signifikanten Gasbildung im Verhältnis zu den produzierten kurzkettigen Fettsäuren. Zudem unterstützt er die Darmmotilität und verbessert die Stuhlkonsistenz.

Zu diesem Inhaltsstoff liegen 135 von Fachleuten begutachtete wissenschaftliche Studien vor.

Ausgewählte Studie:

1. Abe, A., Morishima, S., Kapoor, MP, Inoue, R., Tsukahara, T., Naito, Y. & Ozeki, M. (2023). Partiell hydrolysiertes Guarkernmehl ist mit einer Verbesserung der Darmgesundheit, des Schlafs und der Motivation bei gesunden Probanden assoziiert . Journal of Clinical Biochemistry and Nutrition, 72(2), 189. https://doi.org/10.3164/jcbn.22-75

Zusammenfassung der Studie:

Studientyp und -größe: Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte, parallele, monozentrische randomisierte klinische Studie (RCT); 60 japanische Erwachsene mit leichter Verstopfung wurden randomisiert, 51 schlossen das Protokoll für die Wirksamkeitsanalyse ab.

Intervention: PHGG 3 g/Tag oder 5 g/Tag vs. Maltodextrin-Placebo über 8 Wochen.

Wichtigste beobachtete Vorteile:

  • Darmfunktion – 5 g/Tag erhöhten die wöchentliche Stuhlfrequenz (+1,15 Stuhlgänge/Woche) und verbesserten das „Ausscheidungsgefühl“ im Vergleich zu Placebo; der Stuhlgeruch wurde in beiden PHGG-Gruppen ebenfalls weicher.
  • Mikrobiota – Beide Dosierungen unterdrückten deutlich die Mucin abbauenden „schädlichen“ Gattungen Dorea und Ruminococcus torques, während 5 g/Tag die nützlichen SCFA-Produzenten (Bacteroides, Paraprevotella, Sellimonas) anreicherten.
  • Lebensqualität – Bei einer Dosis von 5 g/Tag verbesserten sich die Werte für „Erfrischung beim Aufwachen“, „Müdigkeit beim Aufwachen“ und „Motivation für Arbeit/Studium“ in der 8. Woche im Vergleich zu Placebo signifikant, selbst unter pandemiebedingtem Stress.

Vorgeschlagene Mechanismen: PHGG ist resistent gegen die Verdauung, wird zu kurzkettigen Fettsäuren (SCFAs) fermentiert und reduziert selektiv mukolytische Bakterien, die die Darmschleimschicht abbauen; dies kann die Darmbarriere stärken, systemische/neuroinflammatorische Entzündungen dämpfen und die Darm-Hirn-Achse positiv beeinflussen, was die Verbesserung von Schlaf und Motivation erklärt.

Sicherheit / Nebenwirkungen: Es gab keine schwerwiegenden unerwünschten Ereignisse oder Studienabbrüche im Zusammenhang mit PHGG; die Autoren berichteten von „keiner unerwünschten Wirkung“ und guter allgemeiner Verträglichkeit.

Evidenz: Die Vorteile waren dosisabhängig und klinisch gering, reichten aber über die Regelmäßigkeit des Stuhlgangs hinaus bis hin zu stimmungsbezogenen Endpunkten, mit einem ausgezeichneten Sicherheitsprofil bei bis zu 5 g/Tag.